Ich bin Alexandra – verheiratet, Mama von zwei Kindern. Jemand der lange gedacht hat, dass wenn ich all die äusserlich lebenswichtigen To Do’s abgearbeitet habe, ein glückliches Leben führen werde – und bis zu einem bestimmten Zeitpunkt war es auch so. Bis irgendwann der Punkt gekommen ist, an dem ich nicht voran kam aber beginnen wir von vorne..
Ich bin in Polen geboren und meine Eltern sind mit uns nach Deutschland ausgewandert, da war ich 7 Jahre. Ein neues Land, eine neue Sprache. Deutschland hat mir sehr viel gegeben. Eine solide und gute Ausbildung, Studium, einen sicheren Job, einen wundervollen Mann, unsere Kinder, Freunde, ein Haus und eine Nachbarschaft in der wir uns sehr wohl gefühlt haben. Fast 15 Jahre habe ich im öffentlichen Dienst im Vertrieb gearbeitet. Ein sicherer Job, mit abwechslungsreichen Aufgaben und Kollegen, die zu Freunden wurden. Ich war glücklich und ausserordentlich dankbar für diese Zeit.
Doch irgendwann begann sich etwas zu verändern – oder gerade eben nicht zu verändern. Wir hatten das Gefühl, dass wir am Höhepunkt unserer Möglichkeiten angekommen sind. Das Leben fühlte sich an, als würde man auf einem Laufband stehen. Immer in Bewegung aber nie wirklich vom Fleck. Deutschland hat sich für uns nicht mehr so angefühlt wie früher, es hat sich verändert. Wir hatten uns verändert. Wir wollten mehr – für uns, für unsere Kinder, für das Leben das wir uns vorstellten.
Wir entschieden uns deshalb auszuwandern. In die Schweiz, mit allem was wir hatten – und mit allem Mut, den wir aufbringen konnten. Alles war vorbereitet, ein Arbeitsvertrag unterschrieben, ein Käufer für das Haus gefunden – und dann passierte es. Mitten in der Planung kam die Diagnose: Brustkrebs.
Ich habe die Diagnose nicht als Schicksalsschlag oder etwas das ich verdient habe gesehen. Ich habe sie als Hinweis verstanden – dass in meinem Leben, oder noch tiefer: in mir, etwas nicht so stimmte wie es von aussen den Anschein machte. Also habe ich mich entschieden diesen Hinweis anzunehmen und zu akzeptieren, gleichzeitig war es für mich selbstverständlich dieses Kapitel so schnell wie möglich abzuschliessen, damit der Auswanderung nichts im Wege steht.
Wir haben das Thema Auswanderung kurz auf Pause gedrückt. Was sich jetzt wie ein kleiner Knopfdruck anhört war es natürlich nicht. Die vielen Untersuchungen im Krankenhaus, die damit verbunden Sorgen wie es weitergeht. Ich habe aber auf mein Bauchgefühl gehört und mich dieses Mal nicht beirren lassen. Mir war es so klar, dass ich da rauskomme – und das ohne eine Chemotherapie. Nach 2 Operationen und rund 4 Monaten nach der Diagnose sind wir gegangen. Mit Koffern, mit Kindern, mit Narben – und mit einer Überzeugung, die tiefer war als je zuvor.
In der Schweiz fand ich nach dem ersten Einleben einen Job – genau den, den ich mir gewünscht hatte. Mitten in der Stadt in Zürich, im Immobilienvertrieb. Ich war stolz auf mich, ein Vorstellungsgespräch ein Treffer. Dann der Rückschlag – ich wurde in der Probezeit entlassen. Das hat mich getroffen. Tiefer als ich erwartet hatte. Aber irgendwann – nicht sofort – habe ich verstanden was dieser Moment mir wirklich sagen wollte: So soll ich nicht weitermachen. Denselben Ablauf, dieselben Muster, dasselbe Leben – nur an einem anderen Ort. Meine Umgebung hatte sich verändert – ich aber noch nicht.
Also fing ich an, mich wirklich mit mir zu beschäftigen. Meinen Bedürfnissen, meinen Gedanken, meinen Blockaden, meinen Glaubenssätzen. Ich habe alles aufgesogen was mit Mindset und persönlichem Wachstum zu tun hatte. Und ich habe angefangen gross zu denken – nicht einfach arbeiten und auf die Rente warten, sondern mir erlauben zu glauben dass ich das tun kann was ich als meine Seelenaufgabe sehe. Im Einklang mit mir selbst leben – und damit auch Geld verdienen kann.
Ich habe keine klassische Coaching-Ausbildung. Aber ich habe etwas das kein Studium lehren kann: Ich habe es selbst durchlebt. Den Moment in dem man alles hat und trotzdem spürt – da muss noch mehr sein. Die Diagnose die das Leben auf den Kopf stellt. Den Mut trotzdem weiterzugehen. Das Scheitern das zur tiefsten Erkenntnis wird. Und den Weg zurück zu sich selbst – Schritt für Schritt.
Wenn du das kennst – dieses leise Gefühl dass irgendetwas nicht stimmt, dass du funktionierst aber nicht wirklich lebst – dann weisst du warum ich das tue. Nicht weil ich studiert habe wie man Menschen hilft. Sondern weil ich selbst dort war.
Ich würde mich freuen dich kennenzulernen.